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  • Alkohol bei Kindern & Jugendlichen

11/06/2019

Alkohol bei Kindern & Jugendlichen

Kinder werden heute oft frühzeitig an den Geschmack von Alkohol gewöhnt, denn in Süßigkeiten, Lebensmitteln und sogar Medikamenten, die manchmal ausdrücklich für diese Altersgruppe als geeignet bezeichnet werden, ist Alkohol enthalten. Manche Kinder sammeln ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol bei Familienfesten - es darf zur Feier des Tages ein halbes Gläschen Sekt getrunken werden. Für Kinder ist das der erste Schritt in die Erwachsenenwelt, denn die Erwachsenen zeigen es den Kindern vor, dass Alkohol zum Erwachsensein gehört. Meistens darf zur Jugendweihe das erste Mal „richtig“ getrunken werden. Die Wirkung des Alkohols bei Kindern unterscheidet sich von der bei Erwachsenen:
 
Das kindliche Nervensystem reagiert empfindlicher - bereits ab 0,5 Promille Alkohol im Blut
   kann ein Kind bewusstlos werden. Bei Verdacht auf Alkoholvergiftung muss sofort ein Arzt
  aufgesucht werden.
 
Je geringer das Körpergewicht des Kindes ist, umso mehr bewirkt die aufgenommen
  Alkoholmenge einen höheren Blutalkoholgehalt im Körper, sodass bereits kleine Mengen
  Alkohol tödlich sein können.
 
Beim Schulkind liegt der Gefahrenbereich bei 3 Gramm Alkohol je Kilogramm Körpergewicht,
   während beim Erwachsenen erst die doppelte Menge tödlich ist.
 
Bei kleinen Kindern fehlt das typische rauschhafte Anfangsstadium, vielmehr kann das Kind
   schlagartig in tiefe Betäubung fallen.
 
Häufiger Alkoholkonsum beeinträchtigt die seelische und körperliche Entwicklung der Kinder.
 
Studien belegen, dass sich das Gehirn von Rauschtrinkern nicht normal entwickeln kann,
   wobei jugendliche Rauschtrinker zusätzlich eine um 60 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit
   haben, alkoholabhängig zu werden. Allerdings wird die Gehirn- und die Körperentwicklung
   nicht nur beim Rauschtrinken, sondern schon bei geringeren Mengen Alkohol beeinträchtigt.
 

 
Um die Raten bereits regelmäßig Alkohol trinkender Kinder und Jugendlicher zu ermitteln wurden diese im Rahmen einer Studie der Universität Bielefeld aus dem Jahr 1998 gefragt, wie häufig sie Bier, Wein und Spirituosen zu sich nehmen. Regelmäßiger Alkoholkonsum wurde definiert als Konsum alkoholischer Getränke, auch in geringen Mengen, mindestens einmal pro Woche. In der überwiegenden Zahl der Länder spielt ein regelmäßiger Alkoholkonsum unter den 11- Jährigen noch keine wesentliche Rolle. Bis auf wenige Ausnahmen liegen die Raten unter einem Durchschnitt von 5 Prozent. Besonders gering sind die Raten in Norwegen, Finnland, Deutschland, Lettland und der Schweiz, wo unter den 11- jährigen Mädchen ein regelmäßiger Alkoholkonsum praktisch nicht vorkommt. Eine moderate Steigerung der Raten ergibt sich bei den 13-Jährigen. Die Rangfolge der Länder bleibt dabei nahezu gleich. Lediglich in Deutschland und Dänemark zeigt sich ein überdurchschnittliches Ansteigen.
 
Unter den 15-Jährigen ist der Konsum von Alkohol bereits bei einem Großteil der Jugendlichen in allen Ländern üblich. Die Jugendlichen sollten ebenfalls, angeben wie häufig sie in ihrem Leben bereits betrunken gewesen sind. Die Raten der Jugendlichen mit mehrfachen Trunkenheitserfahrungen steigen mit der Altersgruppe steil an, wobei die höchsten Raten im Nordwesten Europas zu finden sind. Die ermittelten Häufigkeiten in Großbritannien sind etwa 10-mal höher als in Schweden, Frankreich, Deutschland der Schweiz und Norwegen. Bei den 13-Jährigen beträgt der Unterschied zwischen der höchsten und niedrigsten gefundenen Häufigkeit etwa das 6fache. Unter den 15-Jährigen schrumpft er Unterschied zwischen den Ländern auf den Faktor 3.
 
Bei den 15-Jährigen relativiert sich die Differenz zwischen den Geschlechtern. Jugendliche, die häufig Alkohol konsumieren, rauchen auch häufiger und umgekehrt. Dies kann als eine generelle Tendenz zum Konsum psychoaktiver Substanzen verstanden werden. Diese wird verstärkt in der Gruppe der Gleichaltrigen: Regelmäßiges Rauchen und Alkoholkonsum kommt häufiger vor, wenn sich die Jugendlichen oft mit Freunden nach der Schule oder am Abend treffen.
 
Für die Europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen wurden 2007 die Daten von 12.448 Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klasse untersucht. Ergebnis war, dass 66,8 Prozent von ihnen Bier trinken - 2003 waren es erst 56,4 Prozent. Auch der Konsum von Spirituosen, der in diesem Alter noch verboten ist stieg von 52,6 auf 56,9 Prozent.
19,2 Prozent der Schüler gaben an, dass sie in den letzten 30 Tagen einmal oder mehrmals Spirituosen einkauften.
Wer als Jugendliche Alkohol in großen Mengen trinkt, dem drohen einer französischen Studie zufolge dauerhafte Hirnschäden. Trinken bremst oder blockiert demnach in einigen Bereichen des Gehirns das vollständige Reifen der grauen Zellen, die üblicherweise erst zum Ende der Jugendzeit ganz ausgewachsen sind. Nahe der Stirn zeigten Kernspintomografien Betroffener teilweise bis zu 20 Prozent weniger graue Zellen. Zusätzlich vorgenommene Geschicklichkeitstests zeigten eine Schädigung bestimmter kognitiver Funktionen, etwa beim Planen von Aufgaben oder der Lösung von Problemen. Bestätigt wird das in einer Untersuchung von Chitra Mandyam (Kalifornien) an Primaten, in der vier Tiere über einen Zeitraum von elf Monaten täglich eine Stunde lang ein alkoholhaltiges Getränk mit Zitronengeschmack trinken durften, wobei Bluttest zeigten, dass die Tiere sich bis zu einem Alkoholspiegel betranken, der etwa 2,5 Promille beim Menschen entspricht. Nach einer zweimonatigen Abstinenzphase entdeckt man im Vergleich zu Tieren, die keinen Alkohol getrunken hatten, nach wie vor deutlich Veränderung in der Struktur des Hippocampus. Man kann daher annehmen, dass regelmäßiger Alkoholkonsum auch bei Menschen langandauernde Effekte auf die Funktionen des Hippocampus zeigt.
Experten sind der Ansicht, dass Suchtprävention im Kindergartenalter beginnen muss, denn Alkoholexzesse bei Kindern und Jugendlichen (Komatrinken) haben meist in der frühesten Kindheit ihre Wurzeln. Bekommt das Kleinkind bei jedem Schrei seine Flasche, eine Süßigkeit oder sonstige Trostpflästerchen, dann man durch die orale Befriedigung die allgemeine Unlust stillen kann. Wichtig ist auch die Vorbildwirkung der Eltern, denn wenn bei Frust ein Glas Alkohol eingeschenkt wird, dann lernen die Kinder diese Problemlösungsstrategie und verinnerlichen diese. Es ist auch ein großer Unterschied, ob eine Tafel Schokolade aus Frust verschlungen wird oder ob man sich ein Stück Schokolade auf der Zunge zergehen lässt.

 
 
Was Eltern tun können
 
- Je nach Alter mit dem Kind klare, verbindliche Regeln (möglichst gemeinsam mit dem Partner) vereinbaren.
- Jugendschutzgesetz als Grundlage: bis 16 Jahre: absolutes Alkoholverbot, 16-18 Jahre: Bier und Wein sind erlaubt, hochprozentige Alkoholiker (15 bis 96 Volumprozent Alkohol) jedoch weiterhin verboten. Das betrifft auch alle Sorten von Mix-Getränken.  
- Vorbild sein: Kinder lernen leichter Nein-Sagen, wenn sie es bei den Eltern erlebt haben.
- Nach festen Partys keine halbvollen Gläser und Flaschen stehen lassen.
- Sichere Heimfahrt nach Festen oder nach der Disco durch Abholdienst oder Taxi gewährleisten.
- Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der Teenager stärken.
- Vertrauen schenken, auch wenn einmal ein Ausrutscher passiert ist. Das Kind und Jugendliche experimentieren und Grenzen ausloten ist normal.

 
Barry Jones (Universität Glasgow) fand in einer psychologischen Untersuchung an 120 männlichen und weiblichen Studenten heraus: Je mehr Alkohol jemand trinkt, desto attraktiver erscheinen im Menschen des anderen Geschlechts. Ein Liter Bier oder vier Gläser Wein steigerten die subjektiv wahrgenommene Attraktivität um rund 25 Prozent.

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Gliederung
 
1. Einleitung
2. Begrüßung
3. Gliederung
4. Alkohol bei Kindern
5. Alkohol bei Erwachsenen
6. Definitionen
7. Quellen
8. Gibt es noch Fragen?
9. Verabschiedung
 

Quellen

http://images/educational/teens                                                     26. Okt. 2019 11:17 Uhr
http://www.praevention.at/                                                           26. Okt. 2019 11:18 Uhr
http://www.narichten.at                                                               26. Okt. 2019 11:19 Uhr
http://www.uni-bielefeld.de                                                           26. Okt. 2019 11:19 Uhr
http://www.oeaz.at/zeitung/                                                         26. Okt. 2019 11:20 Uhr
http://www.hbscergeb.html                                                           26. Okt. 2019 11:23 Uhr
http://www.gesundhw/ag4                                                            26. Okt. 2019 11:23 Uhr

 
Definitionen:
 
psychoaktive Substanzen: betäubend, halluzinierend, stimulierend
 
Abstinenz Phase: Enthaltsamkeit oder Verzicht
 
Hippocampus: ein Teil des Gehirns und zuständig für die Verarbeitung von Emotionen und Lernprozessen
                                                
Suchtpräventionen: bezeichnet zum einen Maßnahmen zur Verhinderung bzw. Reduzierung des Konsums
 
Massenphänomen: Was sehr viele Menschen tun, von dem sehr viele Menschen erfasst werden, was sehr häufig auftritt
 
Disposition: ererbte oder erworbene Anlage, welche ausmacht, dass manche Menschen auf bestimmte Faktoren mit    Krankheitserscheinungen reagieren  
 
Abstinenz: Enthaltsamkeit 
 
Prävalenz: Kennzahl für Krankheitshäufigkeit

Autor: Julius von der Heide

Admin - 16:04 | Kommentar hinzufügen